Nachhaltigkeitsbericht 2019
Umwelt

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Emissionsfreies Wirtschaften ist das Fundament unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Darum war T-Mobile 2015 das erste zu 100 Prozent CO2-neutrale heimische Telekom-Unternehmen. Das bleibt auch in der neuen Magenta-Welt so: Durch den Zusammenschluss mit UPC ist auch das größere Ganze zu 100 Prozent CO2-neutral, vom TÜV Austria zertifiziert. Unser Beispiel macht im Deutsche-Telekom-Konzern Schule: Bis 2022 wird der Gesamtkonzern seine Energie aus erneuerbaren Quellen beziehen.

Klimaerwärmung ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Darum gibt es für uns nur ein Ziel bei der Reduktion von CO2-Emission: null. Haben wir im Jahr 2014 noch insgesamt 17.800 Tonnen Treibhausgase erzeugt, so viel wie eine Kleinstadt in der Größe von Bruck an der Mur, ist unsere CO2-Bilanz jetzt null. Durch den Zusammenschluss mit UPC können wir unseren Status als CO2-neutrales Unternehmen auf das größere Ganze ausweiten.

CO2-Emissionen

Dieses Ziel hat T-Mobile seit 2015 als erster Mobilfunker Österreichs verwirklicht: durch effizientes Energiemanagement, emissionsfreien Stromeinkauf aus erneuerbaren Quellen und CO2-Offsetting, wo derzeit (noch) Emissionen entstehen. Unser Energiemanagement, das wir 2012 eingeführt haben, setzt an unterschiedlichen Punkten an. Laufend modernisieren wir unser Netz, lasten unsere Serverfarmen besser aus und sparen Energie im T-Center, in all unseren Shops und bei unserem Fuhrpark. Das Ergebnis ist ein stark gesunkener Energieverbrauch pro Gigabyte Datenvolumen, das wir für unsere Kunden befördern.

Damit haben wir erreicht, dass unser gesamter Stromverbrauch trotz explodierender Datennachfrage nur sehr gering steigt: 2018 wuchsen die Datenströme im Netz um rund 57 Prozent, der Energieverbrauch nur um 7,6 Prozent. Noch beeindruckender ist die Effizienzbilanz über mehrere Jahre: Von 2015 bis 2018 stieg die Datennutzung um das Siebenfache, die dafür benötigte Energie nur um rund ein Viertel.

Seit Anfang 2015 ist unser eigener Stromeinkauf, der 90 Prozent unseres gesamten Energiebedarfs deckt, völlig frei von CO2-Emissionen und stammt aus erneuerbaren, atomstromfreien Quellen. Für die verbleibenden zehn Prozent – Strom, der an einzelnen Standorten von den Vermietern aus unbekannter Quelle geliefert wird – kompensieren wir mögliche CO2-Emissionen anerkannten internationalen Standards entsprechend durch CO2-Offsetting. Ebenso werden von uns Emissionen aus anderen Quellen kompensiert, etwa die CO2-Emissionen durch die Heizung unserer Gebäude, unsere Logistik, Fahrzeuge oder Papierverbrauch. Bestätigt wird diese eindrucksvolle Bilanz durch ein Zertifikat des TÜV Austria für die Jahre 2015, 2016, 2017 und 2018.

Unser unternehmensweites Energiemanagement nach der Norm EN ISO 50001 wurde 2016 erfolgreich zertifiziert. Ziel dieses Systems ist es, die „energy performance“, die effiziente Nutzung von Energie, kontinuierlich zu verbessern. Den gesetzlichen Vorgaben entsprechend werden regelmäßige Energieaudits durchgeführt, bei denen externe Prüfer unseren Energieverbrauch analysieren.

Für unser CO2-Offsetting haben wir zertifizierte Projekte aus Afrika in Zusammenarbeit mit ClimatePartner gewählt. Zu den geförderten Maßnahmen gehören der Einsatz effizienter Öfen in Uganda, Wasseraufbereitungsprojekte in Kenia sowie Waldschutz im Kongo. Für Afrika haben wir uns deshalb entschieden, weil mobile Kommunikation einerseits vielen Menschen große Chancen zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung eröffnet. Andererseits liegen in Afrika Abbaugebiete für seltene Erden und andere Rohstoffe, die in Smartphones verwendet werden. Durch die Förderung wollen wir einen Beitrag zur Entwicklung der Zivilgesellschaft leisten, damit dieser Abbau in konfliktfreier Weise möglich ist.

Aus diesen Quellen stammen auch einige der Rohstoffe, die bei der Herstellung des Fairphones zum Einsatz kommen. Dieses erste nach sozialen und ökologisch fairen Kriterien nachhaltig produzierte Smartphone können Sie exklusiv bei Magenta kaufen.

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Etwa 85 Prozent der von T-Mobile Austria benötigten Energie fließen ins Mobilfunknetz. Obwohl unser Datentransfervolumen exponentiell zunimmt, steigt unser Stromverbrauch nur wenig. Im vergangenen Jahr waren für 57 Prozent mehr Daten nur 7,6 Prozent mehr Strom nötig. Dies gelingt uns, weil wir nachhaltig in beständige Modernisierung unseres Netzes und die Effizienz unserer Technik investieren.

Die Folge: Jedes Gigabyte an Daten, die unsere User down- oder uploaden, braucht immer weniger Strom. 2010 waren pro Gigabyte 8 kWh (Kilowattstunden) Strom nötig – die Strommenge, die ein großer Festsaal mit 80 100-Watt-Lampen in einer Stunde verbraucht. 2018 haben wir es geschafft, den Strombedarf für ein Gigabyte Datentransfer auf 0,25 kWh zu reduzieren, was gerade noch ein großes Wohnzimmer gut ausleuchtet.

Gigabyte

Mit diesen Maßnahmen ist diese drastische Reduktion in den vergangenen sechs Jahren gelungen:

  • Die neue Mobilfunkgeneration LTE steigert die Effizienz der Datenübertragung weiterhin.
  • Durch die Modernisierung unseres 2G- und 3G-Netzes und die Vereinheitlichung unterschiedlicher Technologien auf einen Standard sank der Energiebedarf um rund 4,6 GWh (Gigawattstunden), was dem jährlichen Energiebedarf von rund 1.000 Haushalten entspricht. Gleichzeitig brachte dies bessere Sprachqualität und höhere Verbindungsgeschwindigkeit vor allem in Innenräumen.
  • Sendeanlagen, die in späten Nacht- und frühen Morgenstunden so gut wie nicht genutzt werden, werden in eine Art Sleep-Modus versetzt. Dadurch können sie bei Bedarf jederzeit „geweckt“ werden, um Nutzern ohne Qualitätsverlust zur Verfügung zu stehen. Die Ersparnis: 4,2 GWh im Jahr – der Jahresbedarf von rund 900 Haushalten.
  • Zahlreiche Sendeanlagen wurden mit effizienterer Klimatechnik ausgerüstet. Viele Anlagen werden zudem mit „Free Cooling“ klimatisiert: Dabei kommt anstelle von Klimaanlagen, die viel Strom benötigen, kältere Außenluft zum Einsatz. Bei Datencentern nehmen wir Einhausungen vor, um Kühlenergie zu reduzieren. Und durch effizientere Anlagen zur Energieversorgung sparen wir Strom ein.
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Mit seinem nach Fairtrade-Regeln produzierten Smartphone will das niederländische Sozialunternehmen Fairphone die Herstellung von Handys nachhaltig verändern. Rohstoffe aus konfliktfreien Abbaugebieten, faire Arbeitsbedingungen, leichte Reparaturfähigkeit durch die Benutzer selbst sowie die Möglichkeit zum Upgrade einzelner Komponenten zeichnen das Fairphone 2 aus. Als einer der ersten Mobilfunkpartner von Fairphone weltweit ist Magenta seit 2016 exklusiver Anbieter in Österreich.

Das Wunder Smartphone, das zum universellen digitalen Assistenten wurde, hat problematische Nebeneffekte: Es wird aus einer Vielzahl von Rohstoffen produziert, die häufig in ihren Herkunftsländern zu Konflikten und kriegerischen Auseinandersetzungen führen. Die Arbeitsbedingungen beim Abbau ebenso wie bei der weiteren Verarbeitung sind oft schlecht. Und aufgrund rasanter technologischer Entwicklungen werden Smartphones beiseitegelegt, bevor sie tatsächlich technisch obsolet sind.

Auf mehrfache Weise gibt Magenta darum seinen Kundinnen und Kunden Wege zum bewussten Umgang mit ihrem Smartphone. Schon seit 2014 werden alle Handys von Magenta ohne „SIM-Lock“, die Sperre für den ausschließlichen Gebrauch in nur einem Mobilfunknetz, verkauft. Das ermöglicht die einfache Weitergabe von Handys in der Familie, im Freundeskreis oder für einen gemeinnützigen Zweck, da SIM-Karten aller Betreiber mit den Geräten verwendet werden können. Diese gute Tradition unversperrter Handys haben wir auch bei der Einführung von Smartphones mit eSIM ab 2018 im heimischen Markt beibehalten. Die eSIM benötigt keine eigene SIM-Karte mehr – ein Beitrag, um nach und nach die Plastikkarten mit Chip zu ersetzen.

Elf Millionen Handys, so wird geschätzt, sind zwar in gutem Zustand, fristen aber in Schubläden und Kästen ein ungenütztes Dasein. Seit 2014 kaufen wir darum gebrauchte und weiterhin funktionierende Smartphones zum Marktpreis zurück, egal ob sie von uns oder einem anderen Betreiber kommen. Nach sorgfältiger Datenlöschung und Überholung können sie noch lange nützliche Dienste leisten. Die Wiederverwertung erfolgt in Partnerschaft mit Teqcycle Solutions. Das Münchner Unternehmen ist für seine hohen Umweltstandards zertifiziert. Die generalüberholten Geräte („refurbished“) gelangen über Handyshops, Onlinebörsen und weitere Kanäle wieder in den Verkauf. Sind die Geräte kaputt oder ist ihre Technologie völlig veraltet, sorgt Teqcycle dafür, dass diese Geräte unter kontrollierten Bedingungen in Europa recycelt werden. So wie wir selbstverständlich kaputte Handys auch zum ordnungsgemäßen Recycling in unseren Shops entgegennehmen. Als Anreiz zur Rückgabe spenden wir für jedes Gerät an eine soziale Organisation.

Recycling

Mit dem Fairphone des gleichnamigen niederländischen Sozialunternehmens geben wir seit April 2016 unseren umweltbewussten Kundinnen und Kunden eine weitere Möglichkeit, sorgsam mit ihren Smartphones umzugehen. Das modular aufgebaute Gerät ermöglicht den einfachen Austausch von Teilen, die entweder defekt geworden sind, wie Display oder Akku, oder für die es ein technologisches Update gibt. So gab es seit der Einführung ein neues Kameramodul, mit dem Kunden die Fotoqualität ihres vorhandenen Fairphone 2 verbessern können, ohne gleich ein neues Handy zu kaufen.

Fairphone

Darüber hinaus überwacht Fairphone seine Lieferantenkette nach den Prinzipien von Fairtrade. Als erster Hersteller hat es dabei eine Fairtrade-Zertifizierung für Gold erhalten, ein wichtiges Mineral für die Hauptplatine eines Smartphones. Seltene Erden werden aus konfliktfreiem Abbau bezogen, die Arbeitsbedingungen der Zulieferer laufend kontrolliert.

Das alternative Smartphone-Angebot Fairphone und das Netz von Magenta als zu 100 Prozent CO2-neutrales Unternehmen finden zunehmend Interesse nicht nur bei umweltbewussten Privatkunden, sondern auch bei Firmen, die selbst auf einen geringen ökologischen Fußabdruck achten. So können sie eine möglichst ressourcenschonende Lieferkette aufbauen. Besonders stolz sind wir, dass sich die Naturschutzorganisation WWF Österreich aus diesen Gründen für das Fairphone bei Magenta entschieden hat.

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Der innovative Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie kann dazu beitragen, dass weltweit ein Fünftel aller CO2-Emissionen vermieden wird. Darum hat T-Mobile 2011 den gemeinnützigen T-Mobile Umwelt- und Nachhaltigkeitsfonds gegründet und finanziert. Jährlich werden seither 50.000 Euro an Projekte vergeben, die den Hebel mobiler Kommunikation zur Lösung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsproblemen in allen Lebensbereichen nutzen. Dazu zählen für uns auch Projekte, die für eine faire Welt und Chancengleichheit eintreten. Ein Projekt zur Vermeidung giftiger Kassenbons (eine umweltschädliche Folge der Registrierkassenverordnung) hat 2018 den ersten Preis gewonnen.

„Nachhaltigkeit hat viele Aspekte. Die Verantwortung von Magenta Telekom ist es, ein Produkt von dauerhaftem Wert und Nutzen für Österreich herzustellen. Internet über Mobilfunk und ultraschnelle Leitungen sind das Herz der Digitalisierung. Damit erschließen wir viele neue Chancen zu einem nachhaltigen Lebensstil. Der TUN-Fonds ist darum wesentlicher Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie: Impulse geben, wie Digitalisierung zur Lösung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen substanziell beiträgt“, begründet Andreas Bierwirth, CEO Magenta Telekom, das Engagement für den TUN-Fonds.

Der Fonds und seine Jury unter Leitung des früheren EU-Kommissars Franz Fischler ist unabhängig von Magenta Telekom und steht entsprechend gesetzlichen Auflagen für gemeinnützige Stiftungen und Fonds unter der Aufsicht des Landes Wien. Seit 2015 ist das Wirtschaftsmagazin trend Medienpartner des TUN-Fonds, was den eingereichten Innovationsprojekten breitere Wahrnehmung ermöglicht.

Die für den Wettbewerb eingereichten Projekte zeigen sowohl die Kreativität der Entwickler als auch den vielfältigen Mehrwert mobiler Kommunikation für nachhaltige Entwicklung. Siegerprojekt 2018 war das Projekt obono, das umweltfreundliche elektronische Kundenbelege auf jedes Smartphone bringt. Damit werden Belege auf Thermopapier erspart, die mit Phenol und anderen giftigen Stoffen eine enorme neue Umweltbelastung darstellen. Tonnen an unnötigen Belegen werden produziert und meist unbeachtet weggeworfen, zu geschätzten Kosten von zwölf Millionen Euro in Österreich. Obono entwickelte ein rechtskonformes System, wie diese Belege elektronisch erstellt und übermittelt werden können.

Weitere Preisträger 2018 waren die App TopEasy, der Mobilitätsanbieter goUrban, und „BeeSaver“. TopEasy wurde vom Grazer Sozialunternehmen capito zusammen mit der Nachrichtenagentur APA entwickelt und bringt Nachrichten für alle Menschen barrierefrei verständlich auf das Smartphone. Diese Entwicklung gibt potenziell über 23 Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum Zugang zu leicht verständlichen Nachrichten und ermöglicht ihre bessere Partizipation in allen Lebensbereichen. GoUrban wurde für seine Software zur Entwicklung urbaner Sharing-Modelle für elektrisch betriebene Fahrzeuge aller Art ausgezeichnet. Kommunen können damit eigene umweltfreundliche Mobilitätsmodelle für ihre Einwohner entwickeln. Das Projekt BeeSaver unterstützt mit Hilfe von IoT (Internet der Dinge) Laienimker: Mittels App begleitet ein virtueller Imkerpate die Imker mit präzisen Auswertungen, maßgeschneiderten Ratschlägen und einem durch Sensoren „smarten“ Bienenstock durch das Bienenjahr.

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Die Einhaltung von Menschenrechten ist weltweit immer noch keine Selbstverständlichkeit. Durch unsere globalen Beschaffungstätigkeiten können wir länder- und lieferantenspezifischen Risiken ausgesetzt sein: Dazu zählen zum Beispiel der Einsatz von Kinderarbeit oder mangelhafte Arbeits- und Sicherheitsbedingungen vor Ort. Die Achtung der Menschenrechte und der Schutz der Umwelt haben für unseren Konzern einen sehr hohen Stellenwert; dies gilt unternehmensintern und -extern und damit ebenso für unsere Geschäftspartner und Lieferanten. Um auch außerhalb des Konzerns die Achtung der Menschenrechte zu gewährleisten, nimmt die Deutsche Telekom ihre rund 20.000 aktiven Lieferanten in über 80 Ländern ausdrücklich mit in die Verantwortung.

Anständig und verantwortungsvoll zu agieren bedeutet, bei der Beschaffung Fairness und Nachhaltigkeit an den Tag zu legen. Eine für den gesamten Deutsche-Telekom-Konzern gültige Sozialcharta legt soziale Mindeststandards fest, die auch unsere Lieferanten einhalten müssen. Diese Strategien umfassen Richtlinien für Menschenrechte und Arbeitsbedingungen, Umweltschutz, Chancengleichheit, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie das Recht auf eine Gewerkschaft.

Eine umfassende Basis für das eigene Handeln, aber auch für unsere Lieferantenbeziehungen ist der konzernweite „Code of Conduct“. Bei unserem Umgang mit Geschäftspartnern setzen wir auf Dialog und Vertrauen sowie geeignete Kontrolle. Bei der Auswahl unserer Lieferanten und Zulieferer wird eine Bewertung nach ökologischen und sozialen Kriterien durchgeführt. Ein Punktesystem ermöglicht eine detaillierte Einschätzung und einen Vergleich der potenziellen Lieferanten in puncto Nachhaltigkeit. Auch bei Fairness und Nachhaltigkeit wollen wir nur mit den Besten zusammenarbeiten und unsere Lieferanten auf dieser Reise mitnehmen. Mehr Infos über unsere konzernweite Strategie zum nachhaltigen Einkauf gibt es unter http://www.cr-bericht.telekom.com/site19/lieferanten/strategie-zur-nachhaltigkeit-im-einkauf.

So wie wir auf die Nachhaltigkeit unserer Lieferantenkette achten, bieten wir dasselbe selbstverständlich auch umgekehrt unseren Kunden. Darum unterzieht sich Magenta Telekom als Teil der Deutsche-Telekom-Gruppe der Evaluierung der Onlineplattform EcoVadis, mittels der Unternehmen die Nachhaltigkeit ihrer Lieferanten beurteilen können. Im Jahr 2018 wurde die Deutsche-Telekom-Gruppe dabei mit dem Rating Gold bewertet.

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Energie genau dort zu gewinnen, wo sie benötigt wird, ist effizient und umweltfreundlich. Mobilfunkstationen befinden sich häufig an sehr exponierten Plätzen, wie baumlosen Hügeln, Bergkuppen, Hausdächern oder auf hohen Masten. Und dort gibt es viel Sonne und Wind. Deren Energie kommerziell sinnvoll zu nutzen ist Thema eines Forschungsprojektes, an dem Magenta Telekom beteiligt ist. Bereits heute betreiben wir mehrere Sendeanlagen, die Solarenergie nutzen. Eine davon ist sogar schon autark.

Für das Forschungsprojekt „Ökologische Mobilfunkstationen“ haben sich das Ingenieurbüro Schneemann, die FH Joanneum Kapfenberg, die Universität Wien und die Forschungseinrichtung 4ward Energy mit Magenta Telekom zusammengetan, um den Einsatz regenerativer Energie an Sendeanlagen genauer zu untersuchen. Die Erkenntnisse daraus fließen in den Bau künftiger Sendeanlagen ein. Für dieses Projekt hat Magenta im Burgenland zwei Sendestationen mit Fotovoltaikanlagen bestückt. Eine davon hat sogar ein eigenes kleines Windkraftwerk an Bord. Die erste Versuchsphase zeigte notwendige Änderungen bei der Windkraft, die jetzt umgesetzt werden sollen.

Abseits dieses Forschungsprojekts setzt Magenta Sonnenenergie bereits im Alltagsbetrieb als Energiequelle ein: Im 22. Wiener Gemeindebezirk liefert eine Solaranlage ein Viertel der von der Mobilfunkanlage benötigten Energie. Ganz ohne zusätzliche Energiequelle kommt die Anlage am Lawinenstein im Salzkammergut aus, die zu 100 Prozent mit Solarstrom betrieben wird. Der Wiener Konzernstandort im T-Center selbst dient seit Herbst 2013 als kleines Kraftwerk: Eine Fotovoltaikanlage am Dach des Gebäudes versorgt die Stromtankstelle vor dem T-Shop am Rennweg 97 mit Energie. Diese kann kostenlos von unseren Kunden benutzt werden, während sie im Shop ihre Geschäfte erledigen. Solarenergie und ein Salzwasser-Akku, eine neue umweltfreundliche Akkutechnik made in Austria, sind seit 2017 auch die Energiequellen für unseren #ConnectedGarden, Wiens höchsten smarten Garten am Dach des T-Centers.

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Wer sagt, dass man Bürohäuser nicht zum Garteln nützen kann? Auf der Terrasse des T-Centers betreiben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den höchstgelegenen Urban Garden in Wien. Mittels IoT-Box wird daraus ein #ConnectedGarden, um das Gärtnern via Smartphone effizienter und leichter zu machen. Das macht Freude beim Anbau und bei der Ernte. Es zeigt, wie Garten und Landwirtschaft mit mobiler Kommunikation ressourcenschonend betrieben werden können. Und wie sich immer stärker erwärmende Städte neue Grünflächen erschließen können.

19 „SmartBeete“ und zwei smarte Kräutertische wurden 2017 als #ConnectedGarden auf der Dachterrasse des T-Mobile-Hauptquartiers T-Center am Wiener Rennweg in Betrieb genommen. Herzstück der SmartBeete ist die IoT-Box von Magenta, mit der Sensoren des Beetes verbunden und Messwerte wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Feuchtigkeit der Erde in die Cloud übertragen werden. Das ermöglicht eine intelligente Steuerung des Beetes – einerseits durch einen automatisierten Betrieb, andererseits für die Gärtnerin und den Gärtner, die sich direkt am Smartphone Echtzeitdaten abrufen, die über den Zustand der Beete und Pflanzen informieren.

Bei der Entwicklung des Projekts legten wir großes Augenmerk darauf, alle Aspekte nachhaltigen Handelns zu berücksichtigen. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Beete eine willkommene Möglichkeit, ihre grünen Daumen auch in einer Großstadt zum Einsatz zu bringen. Der Dachgarten bietet eine grüne Oase im Büroalltag und wird gerne in Pausen oder zum Mittagessen genutzt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben von Montag bis Samstag von acht bis 18 Uhr Zugang zum #ConnectedGarden.

Der nötige Strom für die Anlagen kommt von Solarzellen, die dank ihrer Anordnung ähnlich wie ein Blätterdach ausreichend Sonne zu den Pflanzen lassen, aber auch Schatten für die Gärtner an heißen Tagen bieten. Gespeichert wird der Strom für sonnenlose Tage und Nächte in Wiens erstem kommerziell betriebenem Salzwasser-Akku. So ist unser #ConnectedGarden zugleich ein Pilotprojekt für die Magenta-Netztechnik über den Einsatz einer innovativen umweltfreundlichen Akkutechnik.

Die 236 Kilogramm schwere Salzwasser-Batterie ist die erste ihrer Art in Wien und eine der ersten in Österreich, die kommerziell eingesetzt wird. Entwickelt, gebaut und vertrieben wird diese Innovation von BlueSky Energy (https://www.bluesky-energy.eu), einem Komplettanbieter für Energiespeicherlösungen mit Sitz in Vöcklamarkt, Oberösterreich. Bei dem Batterie-Innenleben handelt es sich um versiegelte Energiespeichersysteme, basierend auf dem einzigartigen Salzwasserelektrolyt. Dafür werden reichlich vorhandene, nicht giftige Materialien und moderne, kostensparende Fertigungstechniken verwendet. Diese Salzwasserbatterien sind wartungsfrei und optimiert für tägliche Tiefentladung. Auch häufige Teilladungs- und -entladungszyklen haben keinen Einfluss auf die Lebensdauer der Batterie.

Entwickelt wurden die SmartBeete vom Wiener Start-up Smartgreen Solutions. Das Holz für die Hochbeete und Tische wurde in Österreich geschlägert. Gebaut wurden die Beete in der Tischlerei von Job-TransFair, die langzeitarbeitslose Menschen über 50 Jahre beschäftigt. Das Design für die Beete entstand in Zusammenarbeit mit Nut und Feder, einer gemeinnützigen GmbH, die sich dem Ziel verschrieben hat, geflüchtete Menschen zu integrieren und zu beschäftigen.

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Von Elektroautos, Job-Ticket für die Öffis und „Radelt zur Arbeit“ bis zu eingespartem Papier durch elektronische Onlinerechnungen: Als erster österreichischer Mobilfunkanbieter setzte T-Mobile Austria seit 2003 auf Umweltmanagement nach dem internationalen Standard ISO 14001. Mittlerweile hat sich dieses als ein konzernweites, integriertes Managementsystem etabliert, das auch Arbeitsschutz- und Gesundheitsaspekte nach OHSAS 18001 abdeckt. Unser unternehmensweites Energiemanagement nach der Norm EN ISO 50001 wurde 2016 erfolgreich zertifiziert.

Unsere Kundinnen und Kunden haben es dabei in der Hand, einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz bei Magenta zu leisten: indem sie auf papierlose, elektronische Abrechnungen umsteigen. Obwohl Mobilfunknutzer mit überwältigender Dreiviertelmehrheit seit Jahren für diese umweltschonende und praktische Form der Verrechnung stimmen, hat das Telekommunikationsgesetz 2012 einen Schritt zurück in die Vergangenheit gesetzt: Seither ist die Papierrechnung als Pflicht vorgeschrieben, wenn Kunden nicht darauf verzichten – bis dahin wurde die Rechnung elektronisch ausgestellt, nur auf Wunsch selbstverständlich auch auf Papier.

Der Umkehrschub des Gesetzes zeigte sich in den vergangenen Jahren, der Anteil der Onlinerechnungen ging von einem Spitzenwert von 81 Prozent auf 76 Prozent zurück. Immerhin: Dies sparte 2017 fast 70 Millionen Blatt Papier (und die nötige Zustellung) ein. Trotz des relativen Rückgangs ist die eingesparte Papiermenge aufgrund steigender Kundenzahlen gestiegen. Dafür sagen wir unseren Kundinnen und Kunden Danke – und bleiben mit unserer Überzeugungsarbeit dran, um die Quote wieder zu erhöhen.

Magenta-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter können ihre Dienstfahrten in Wien per Elektroauto aus dem Fahrzeugpool erledigen. Zum Auftanken steht eine Fotovoltaik-Stromtankstelle vor dem T-Center in St. Marx zur Verfügung. 2017 haben wir eine weitere umweltschonende Neuerung eingeführt: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können als ihren persönlichen Geschäfts-Pkw auch ein E-Auto auswählen, um ihre Dienstfahrten emissionsfrei zu absolvieren.

Teil der Energiebilanz jedes Unternehmens ist auch die Anfahrt zum Arbeitsplatz. Durch die Möglichkeit, bis zu 40 Prozent der Arbeitszeit zu Hause zu arbeiten, kann der tägliche Pendelverkehr verringert werden. 2018 führten wir alternativ zu gestützten Parkmöglichkeiten im T-Center das Job-Ticket ein, eine subventionierte Jahres-Öffikarte. Dieses Incentive wurde im ersten Jahr sehr gut angenommen und ist ein persönlicher Beitrag unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu umweltbewusster Mobilität.

Und viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Magenta nutzen bereits das Fahrrad, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Sie ersparen sich damit den täglichen Stau oder die Fahrt mit überfüllten Öffis. Zudem schonen sie die Umwelt und stärken ihre Gesundheit durch Bewegung. Selbstverständlich stehen für die Fahrräder versperrbare Abstellplätze im T-Center zur Verfügung.

Um noch mehr Kolleginnen und Kollegen für das Rad als Alternative für den Weg zur Arbeit zu begeistern, unterstützt Magenta seit vier Jahren die Aktion „Radelt zur Arbeit“ – eine Kooperation des Ministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus, der beteiligten Landesregierungen und des Trägervereins Radlobby Österreich. Im Aktionsmonat Mai des vergangenen Jahres haben über 15.000 Personen mehr als 3,5 Millionen Kilometer „erradelt“. Für einige davon haben auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von T-Mobile Austria gesorgt.

Der Betriebsrat von Magenta bietet, ebenfalls im Mai, einen mobilen Fahrradcheck und Reparaturdienst an. Schließlich sollen die Radlerinnen und Radler nicht nur entspannt, sondern auch möglichst sicher zu ihrem Arbeitsplatz kommen.

So fühlen sich die Schwerpunkte unseres Umweltmanagements an. Und das sind neben der Energieoptimierung von Netz, Rechenzentren und Shops eben auch ein ressourcenschonendes Travel-Management und die Ökologisierung des Fuhrparks und wie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst umweltschonend zur Arbeit kommen.

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